?Jedes Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet?
Viele kennen diese Aussage von Jean Ziegler, UN - Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung. Sie wurde nicht zuletzt durch die Vorschau des Films ?We feed the world?, der im Juni in den deutschen Kinos angelaufen ist, bekannt. Der Film beschäftigt sich sehr eingehend und trotzdem objektiv mit dem Thema Welternährung und den Folgen der Globalisierung. Mit ebendiesen Themen setzten sich auch die 100 TeilnehmerInnen zwischen 13 und 25 Jahren, die an der zweiten internationalen Jugendkonferenz zum Thema Welternährung und Fairer Handel, die unter dem Motto ?Come in. Go fair? stand, auseinander. Sie fand vom 30. Juni bis zum 2. Juli im Europacamp in Weißenbach am Attersee statt. In einem afrikanischen Kochworkshop kochten einige nicht nur ein leckeres Gericht für die ManGo-Party am Abend, sondern lernten auch, dass Maggi und Tomatenpaste in Afrika in vielen Haushalten zu finden sind . Nestlé erhielt vom Staat finanzielle Unterstützungen (Subventionen) dafür, dass es Milchpulver für Säuglinge in Entwicklungsländer importiert. Außerdem gab es natürlich noch viele andere interessante Workshops wie z.B. einen, in dem der erste offizielle Fairtradesong komponiert wurde und einen über das neueste PREDA ? Projekt mit Gefängniskindern, für das der Workshopleiter extra von den Philippinen anreiste. Gäste kamen aus Großbritannien, Deutschland, Österreich, Indien, Panama, der Dominikanischen Republik, Belgien usw. und so machte die Konferenz der Bezeichnung ?international? alle Ehre. Gleich am ersten Tag gab es gute Unterhaltung durch ein Wiener Neustädter Improvisationstheater. Eine der Dinge, das sie zum Spielen nutzten, war was wir uns von diesem Wochenende versprachen. Jemand meinte, er wolle neue Menschen nicht nur kennen lernen sondern auch verstehen. Wenn man weiß, wie viele alleine zu der Konferenz fuhren und dort innerhalb kürzester Zeit FreundInnen fanden und dass es außerdem keine nennenswerten Auseinandersetzungen gab (mir persönlich ist keine aufgefallen) , kann man sagen, dass diese Erwartung voll erfüllt wurde.Die internationale Jugendkonferenz für Welternährung und Fairen Handel war für alle (TeilnehmerInnen wie OrganisatorInnen) eine tolle Erfahrung und wird sich hoffentlich wiederholen! Lena Reiner (17)




Wie bei "Reiner wäscht keiner" ;-)) (alter Spruch von meim Opa)
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