Wahrscheinlich werden wir niemals solche schrecklichen Geschehnisse wie den Inzest-Fall in Amstetten vermeiden können. Ich halte das Nachdenken über vorbeugende Maßnahmen jedoch für wichtiger und sinnvoller als eine Strafverschärfung.
Jeder von uns muss lernen, sensibel mit Anzeichen umzugehen, die möglicherweise darauf hinweisen, dass Missbrauch vorliegt. Und darauf zu reagieren. Letzteres ist vielen jedoch unangenehm. Doch mit dem beschämten Wegschauen und Negieren trägt man Mitschuld!
Eine intensivere Bemühung um Einrichtungen, die es Kindern und Jugendlichen möglich machen, über Probleme in der Familie zu sprechen, wäre von Seiten des Staates wünschenswert. Denn um bei Notwendigkeit einzugreifen, muss Hilfe verfügbar sein.
Anna-Maria, 18, Oberalm



