Sollen gebürtige Ausländer - Menschen mit Migrationshintergrund - Teil der Polizei werden? Die Skepsis ist groß, ist sie auch berechtigt?
"Na eh kloar - a Ausländer* war's!!" - Aussagen wie diese hört man nur allzu oft. Es scheint die Meinung vorzuherrschen, dass Ausländer prinzipiell gewaltbereiter und brutaler sind als der "normale" Durchschnittsösterreicher. Außerdem geraten Ausländer angeblich leichter mit dem Gesetz in Konflikt. Woher kommt diese Einstellung? Liegt es an der Berichterstattung oder vielleicht einfach an der Angst vor dem "Fremden"?
Ich denke, es liegt an Beidem. Ausländer bzw. eingebürgerte Ausländer sehen teilweise, alleine durch ihre Herkunft (z.B. Türkei), in unseren Augen auf Grund ihrer Hautfarbe aggressiver aus. Doch STOP! Genau hier ist der Unterschied zwischen Fremdenfeindlichkeit und dem Willen Menschen zu integrieren. Es ist doch völlig egal, welche Hautfarbe oder welche Abstammung jemand hat. Es sind Taten, die einen Menschen definieren - gut oder böse machen.
Doch möchte ich jetzt weder Grundsätze diskutieren, noch eine Diskussion über Ausländer/Migranten im Allgemeinen anfangen. Es geht darum, ob Migranten in den Polizeidienst sollen.
Ich sage JA! JA aus ganz einfachen Gründen. Die Aufnahme in den Polizeidienst sendet gleich zwei Signale.
1.) Die österr. Bevölkerung merkt, dass es gesetzestreue Migranten gibt, die bereit sind die Gesetze zu schützen
2.) Es zeigt Allen, besonders auch Ausländern, dass Integration funktionieren kann.
Natürlich erleichtert hilft es auch Konflikte mit Ausländern zu lösen, denn zum einen fällt das Argument "Du behandelst mich ja nur so, weil ich Ausländer bin" weg, zum anderen kann ein Dialog trotz evtl. geringer Deutschkenntnisse stattfinden.
Selbstverständlich müssen Migranten gutes Deutsch sprechen, wenn sie in den Polizeidienst wollen - schließlich müssen sie auch bei Problemen mit Österreichern eingreifen können.
Mich persönlich würde es wirklich freuen mehr Migranten bei der Polizei zu sehen. Der ÖWD lobt u.a. im Interview mit dem "Salzburger Fenster"(SF) Kollegen mit nicht österr. Wurzeln bzgl. der guten Zusammenarbeit. Die Aussage v. Stadtpolizeikommandant Manfred Lindenthaler gegenüber dem SF "Kandidaten mit ausländischen Wurzeln müssen schon wirklich einwandfrei sein, ansonsten besteht eine Gewisse Infiltrationsgefahr für die Truppe" halte ich allerdings für kontraproduktiv und unvollständig. Denn ich hoffe doch sehr, dass auch Kandidaten mit österreichischen Wurzeln einwandfrei und nicht vorbestrafte Massenmörder sind oder Kontakt zum organisierten Verbrechen haben. Der Großteil der Migranten steht auf der Seite des Gesetzes und sollte nicht unter den Straftaten einer Minderheit leiden. Wir dürfen uns nicht blenden lassen und die "Guten" und "Bösen" in "einen Topf werfen".
Ich wünsche allen Bewerbern, besonders aber den Migranten, viel Glück bei den kommenden Aufnahmetests für eine Laufbahn bei der Polizei.
#Florian Richter
*bezieht sich zu 90% auf Ausländer aus dem östlichen Raum (Türkei, Albanien, Serbien etc.) Selten richten sich diese Kommentare gegen Engländer, Franzosen oder Deutsche.
















warum fahren dann tausende österreicher in die türkei oder nach kroatien auf urlaub - wollen die sich fürchten oder was?
... und die infiltrationsgefahr finde ich sollte zumindest hinterfragt werden - minderheiten halten nämlich alleine schon weil sie solch eine sind eher zusammen, oder?
und was ist mit den kulturellen unterschieden - wenn bei den nachbarn am balkon geschächtet wird und ein polizist mit islamischem hintergrund kommt vorbei? was gibt's dann: grillparty oder strafverfügung?
aber stop: ich persönlich sehe ebenfalls definitiv mehr vor- als nachteile in der integration von migranten im polizeidienst - deine argumente sind meines erachtens nur sehr locker und lässig formuliert ...
Schön,dass auch du mehr Vor- als Nachteile bei der Integration im Polizeidienst siehwst.
Zu deinen Argumenten:
- In die Türkei fahren die Wenigsten um Türken zu treffen. Touristen fahren in Hotelanlagen,
oder Feriencamps und sehn höchstens Einheimische als Bedienung,bzw. auf dem Weg
zu Sehenswürdigkeiten. Doch manche Touristen regen sich selbst als Gast in diesem Land über die
Sitten und dortigen Gepflogenheiten auf.
- Ein Migrant, z.b. islamischen Glaubens, im Polizeidienst muss und wird selbstverständlich
das österreichische Gesetz vertreten und Zuwiderhandlungen unterbinden. Genauso
wird oder darf ein einheimischer Polizist nichts verbieten, was laut Gesetz erlaubt ist.
Bei Verstößen müssen sich beide verantworten.
#Florian Richter
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