Sie wurden von Jägern und Viehzüchtern als zu große Bedrohung eingestuft und in Mitteleuropa ausgerottet. Doch jetzt kommen sie wieder.....
Die Wölfe sind auf dem Vormarsch. Von den Karpaten und aus Italien wandern sie wieder Richtung Norden und Westen. In der Schweiz und in Frankreich wurden bereits wieder die ersten Wölfe gesichtet und auch in der Oberlausitz,Sachsen (D),hat sich ein Rudel niedergelassen.
Auf Grund ihrer Scheu vor den Menschen, können diese Tiere viele hunderte Kilometer unentdeckt zurücklegen. Somit ist nicht auszuschließen, dass der ein oder andere Wolf sich vielleicht sogar schon in Österreich befindet. Doch haben sie es in ihren neuen Lebensräumen nicht gerade leicht. Wieder laufen Viehbesitzer und Jäger Sturm. Erneut fordern sie die Ausrottung dieser Tiere. Mit diesem Schicksal sind die Wölfe nicht allein. Man erinnere sich an Bär "Bruno", der nach intensiver Jagd geschossen wurde. Droht nun also allen neu eingewanderten Tieren der Tod durch Abschuss? Das Risiko zumindest ist hoch.
Doch was ist eigentlich der Grund dafür? Viehzüchter und Bauern fürchten um ihre Schafe, Jäger denken an die Gefährdung der Rehe und Hirsche und viele Menschen haben einfach nur Angst.Was kann man tun? Die einzig sinnvolle Maßnahme ,vor und während der Einwanderung von Wölfen und Bären, ist die Aufklärung der Bevölkerung.
Seit Urzeiten wird der Wolf als verschlagen, habgierig, unehrlich und gefährlich dargestellt. Alles unliebsame, menschliche Eigenschaften. Gefördert werden diese Vorurteile, auch heute noch, durch Märchen wie z.B. "Rotkäppchen" oder "Der Wolf und die Sieben Geißlein". Beides sind hochgelobte Werke der deutschen Schreibkunst und dennoch vermitteln sie ein fa lsches Bild. Auch brachten schlechte oder gar falsche Berichterstattung den Wolf in Verruf.
| FAKTEN |
| Familie: Hundeartige (Canidae) Länge: ca. 160cm Lebenserwartung:15 Jahre |
| Es sind keine Übergriffe von gesunden Wölfen auf Menschen in Europa bewiesen |
| Wölfe meiden den Menschen und sind deshalb nur selten und schwer zu beobachten |
| Sie rotten keine anderen Tierarten aus, wie von vielen befürchtet |
Dort werden beispielsweise Wälder und Wanderwege für einen bestimmten Zeitraum für Menschen gesperrt. Somit können die Tiere ungestört von A nach B ziehen, ohne dass Menschen sie dabei stören oder aus irgendwelchen Gründen gefährdet werden. In Bärengebieten gibt es sogar die Möglichkeit, dass nur Menschengruppen (z.B. ab 6 Personen) ein Gebiet betreten dürfen. Dieses also nur für einzelne Wanderer gesperrt wird. Um den Wolfrissen vorzubeugen gibt es auch einfache, leicht umsetzbare Methoden. Bauern können ihre Weiden mit Elektrozäunen, wie teilweise ja sogar schon üblich, umranden. Auch helfen Wachhunde, was früher normal war, das Risiko zu senken. Sollte dennoch ein Bauer oder allgm. Viehzüchter ein Tier durch einen Wolf, oder Bären, verlieren, muss natürlich eine Entschädigung vom Staat gewährleistet sein.
Wölfe sind nun einmal wilde Tiere. Wir können ihnen nicht vorschreiben wo sie sich anzusiedeln haben. D.h. solange es genug Raum gibt - müssen wir ihnen diesen auch zugestehen. Denn wenn wir uns weiter in die Wälder und Schutzgebiete ausbreiten, werden wir irgendwann keine wilden Tiere mehr haben oder aber mit einem Reh auf dem Marktplatz rechnen müssen.
Jeder Mensch sollte versuchen Aufklärung zu betreiben, sich selbst zu informieren und von den alten Mythen, den Wolf als das "Böse" anzusehen, abstandnehmen. Erfreuen wir uns lieber an der Schönheit dieser Tiere. Denn für mich jedenfalls, zählen sie zu den schönsten Tieren der Welt.
#Florian Richter
| Mehr Infos |
| WWF Österreich |
| Nabu.de: Der Wolf der in verruf geriet. |
| Nabu.de: Wolf Grundinfos |
| Jäger mit Familiensinn (ZDF) |















