Seit zwei Monaten und acht Tagen bin ich nun Soldat des Österreichischen Bundesheeres. Hier ein kurzes Resümee.
Am 1. Oktober 2007 endete mein Leben als Zivilist und begann ein neuer Abschnitt als Soldat, genauer gesagt als Offiziersanwärter. Doch der lange Weg zum Leutnantstern birgt allerlei Hürden in sich. Die Erste ist der Einjährig Freiwilligen Kurs (EFK), der sich von Oktober bis Ende August erstreckt. Dort wird uns das grundlegende Kommandantenhandwerk beigebracht, um dann auf der Theresianischen Militärakademie zu höheren Aufgaben zu schreiten, nämlich das Erlernen der Fähigkeiten zum Führen eines Zuges oder einer ganzen Kompanie.
Es gibt fünf Standorte in Österreich, die EF beherbergen. Dies sind heuer Absam, Freistadt, Fehring, Langenlebarn und Bleiburg. Ich bin in der Andreas-Hofer-Kaserne in Absam. Bis Ende Jänner läuft dort der EFK1, dann erfolgt die Trennung in Miliz- und Berufsoffiziersanwärter, wobei Erstere auf eine Waffenschule gehen und Letztere auf das Vorbereitungssemester (VbS) für die TherMilAk, welches heuer ebenfalls in Absam stattfinden wird. Bis jetzt haben wir schon viel erlebt und "überlebt", wie z.B. einen 24 Stunden Kampftag mit einem 40km Marsch. Einen Höhepunkt stellte die vergangene Woche dar, die wir auf einer Ortskampfanlage verbrachten.
Die Zeit ist bis jetzt wie im Fluge vergangen. Leider haben uns schon einige Kameraden verlassen, doch wir drei Mädls kämpfen uns bis zum Schluss durch. Die Ausbildung ist sehr anstrengend und fordernd, jedoch gilt das Motto: EF ist hart, und wir sind härter! =)







ich finde es sehr interessant, dass du dich entschlossen hast, zum heer zu gehen und außerdem ziemlich mutig, in so eine männerdomäne einzutreten!
Gerade deshalb finde ich, solltest dich auf jeden Fall als "SoldatIN" bezeichnen! Das hat mich richtig erschreckt beim Lesen, dass du dich selbst als Zivilist und Soldat beschreibst, denn das ist irgendwie widersprüchlich: einerseits zeigst du durch deinen Entschluss, zum Heer zu gehen, dass du dich als Frau sogar in einer Männerdomäne behaupten kannst, andererseits lässt du dich durch Sprache unterordnen und auf eine Art diskriminieren, denn so erkennt dich niemand als Frau, wenn er von dir liest.
Glg und alles gute noch!
Meiner Meinung nach bedarf es nicht dieser ständigen "Verweiblichung" von Berufsbezeichnungen. Dasselbe gilt für die Dienstgrade: Ich bin nun Korporal, nicht Korporälin und möchte irgendwann in ferner Zukunft auch niemals Hauptfrau sein, sondern Hauptmann! :)
Lg
und wie ist es am wochenénde... hat man da jedes frei?
bitte antworte auf hannes.ertl@chello.at
wäre dir ur dankbar :)