Die Besetzung von Tibet durch die Weltmacht China ist kein neuer Konflikt. Schon seit Jahren kämpfen Tibeter um ihre Freiheit und Unabhängigkeit. China lässt sich jedoch auf keine Kompromisse ein. Wenn friedliche Mönche demonstrieren, werden diese Aufstände oft blutig niedergeschlagen.
Die Besetzung von Tibet durch die Weltmacht China ist kein neuer Konflikt. Schon seit Jahren kämpfen Tibeter um ihre Freiheit und Unabhängigkeit. China lässt sich jedoch auf keine Kompromisse ein. Wenn friedliche Mönche demonstrieren, werden diese Aufstände oft blutig niedergeschlagen. Viele Mönche werden verhaftet und verschwinden danach spurlos. Doch erst jetzt, kurz vor den Olympischen Spielen, wird über die Lage in Tibet in Medien berichtet. Durch Proteste in der ganzen Welt, wollen viele (Exil-)Tibeter auf ihr Schicksal aufmerksam machen. Doch auch auf Forderungen westlicher Politiker reagiert China nicht. Polizisten verprügeln weiterhin friedliche Demonstranten und die Politiker verhängen eine Nachrichtensperre über ihr Land. Ich finde es schrecklich wie hier Menschenrechte mit Füßen getreten werden und wie eine ganze Volksgruppe unterdrückt wird. Ich finde, ein Land, das gegen Menschenrechte verstößt und dessen Bevölkerung ihre Meinung nicht sagen darf, sollte nicht der Austragungsort für eine Sportveranstaltung wie die Olympischen Spiele sein. Ich glaube aber, dass das Interesse an Tibet schnell verflogen sein wird. Spätestens nach den Olympischen Spielen wird (fast) keine Zeitung und (fast) kein Fernsehsender Europas mehr darüber berichten. Über die Proteste in Burma wurde auch zwei Wochen viel geredet und berichtet, aber jetzt hört man darüber gar nichts mehr. Wahrscheinlich ist und bleibt dieser Kampf für die meisten Leute nur ein weiteres Medienspektakel.
#paul donnerbauer



