Wir können uns Luxus leisten, doch sollte man manchmal auch die weniger luxuriöse Kehrseite der Medaille sehen...
Ja ich gebe es offen zu, ich kaufe gerne Sachen, die mir gefallen, und ja, ich leiste mir auch mal was. Doch was für mich auf alle Fälle dazugehört, ist, nicht in Luxussucht zu verfallen, sondern ab und zu auch mal daran zu denken, ob das alles auch Sinn macht oder ob ich mit dem Geld, das ich soeben ausgegeben habe, nicht etwas machen hätte können, was um einiges sinnvoller gewesen wäre.
Denn oft schwebt mir dann das Bild- es ist wirklich sehr klischeehaft- von frierenden, hungernden Kindern im Kopf herum herum und ich bekomme ein sehr schlechtes Gewissen. Oder ich denke daran, dass die dreißig Euro, die ich gerade für eine Hose ausgegeben habe, einem Menschen das Augenlicht zurückgeben hätte können. Ich denke an Menschen, die sich einen solchen Luxus, nie und nimmer leisten könnten.
Besonders jetzt im Advent, der geprägt ist von hektischen Geschenkesuchereien, sollten wir uns doch öfter darauf besinnen, was wirklich schön ist und was uns wirklich gut tut.Ich kann mich nämlich noch gut erinnern, als ich mit 8 Jahren meine Oma zu Weihnachten mal bei "Licht ins Dunkel" anrufen ließ, weil ich so von der Sendung berührt war, und ich daraufhin unbedingt zwanzig Schilling spenden wollte. Es war nicht viel, aber ich war wirklich glücklich. Und ich denke, dass man darauf achten sollte, die richtige Balance zwischen "sich selbst eine Freude machen" und "anderen helfen" zu finden.



