Nach dem tragischen Inzestfall von Amstetten werden immer mehr Stimmen laut, die eine härtere Strafe für Sexualdelikte fordern. Derzeit muss ein Sexualverbrecher in Österreich mit bis zu 15 jahren Haft rechnen - für viele nicht genug. Dabei wird vergessen, dass Österreich mit diesem Strafmaß im Europadurchschnitt weit vorne liegt (nur in Frankreich stehen für Vergewaltigung bis zu 20 Jahre Haft). Es ist wohl unumstritten, dass Sexualstraftäter angemessen für ihre kaum nachvollziehbaren Verbrechen bestraft werden müssen. Doch liegt die Lösung wirklich in einer strengeren Bestrafung? - Tatsache ist, dass sich wohl nur die wenigsten Sexualtäter durch (Gefängnis-)Strafen in welcher Höhe auch immer abschrecken lassen. Sie handeln in den meisten Fällen in der festen Überzeugung nicht erwischt zu werden. Deshalb liegt wohl auch die Lösung des Problems nicht unbedingt in verschärften Strafrahmen, sondern viel mehr in der Prävention, sowohl in Bezug auf potenzielle Opfer (z.B. duch Verteidigungskurse in der Schule oder durch Aufklärung sich auch innerhalb der Familie zu wehren), als auch bei den potenziellen Tätern, die eventuell bereits durch "kleinere" Übergriffe auffällig wurden. Natürlich ist dies alles keineswegs ein einfacher Weg, aber es wäre wünschenswert, wenn Sexualdelikte in Zukunft besser verhinderbar wären.
Härtere Strafen?
vor 7 Tagen
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| Autor: Tina1604



