Nach dem tragischen Inzestfall von Amstetten werden immer mehr Stimmen laut, die eine härtere Strafe für Sexualdelikte fordern. Derzeit muss ein Sexualverbrecher in Österreich mit bis zu 15 jahren Haft rechnen - für viele nicht genug. Dabei wird vergessen, dass Österreich mit diesem Strafmaß im Europadurchschnitt weit vorne liegt (nur in Frankreich stehen für Vergewaltigung bis zu 20 Jahre Haft). Es ist wohl unumstritten, dass Sexualstraftäter angemessen für ihre kaum nachvollziehbaren Verbrechen bestraft werden müssen. Doch liegt die Lösung wirklich in einer strengeren Bestrafung? - Tatsache ist, dass sich wohl nur die wenigsten Sexualtäter durch (Gefängnis-)Strafen in welcher Höhe auch immer abschrecken lassen. Sie handeln in den meisten Fällen in der festen Überzeugung nicht erwischt zu werden. Deshalb liegt wohl auch die Lösung des Problems nicht unbedingt in verschärften Strafrahmen, sondern viel mehr in der Prävention, sowohl in Bezug auf potenzielle Opfer (z.B. duch Verteidigungskurse in der Schule oder durch Aufklärung sich auch innerhalb der Familie zu wehren), als auch bei den potenziellen Tätern, die eventuell bereits durch "kleinere" Übergriffe auffällig wurden. Natürlich ist dies alles keineswegs ein einfacher Weg, aber es wäre wünschenswert, wenn Sexualdelikte in Zukunft besser verhinderbar wären.
Scheinbar immer weniger Jugendliche greifen in ihrer Freizeit zu einem Buch. Viel lieber werden Fernseher oder Computer eingeschalten um sich die freie Zeit zu vertreiben.
Scheinbar immer weniger Jugendliche greifen in ihrer Freizeit zu einem Buch. Viel lieber werden Fernseher oder Computer eingeschalten um sich die freie Zeit zu vertreiben. Der Grundstein für diese Entwicklung wird meist bereits in der frühen Kindheit gelegt. Viele Eltern haben nicht mehr die Zeit oder die Lust ihren Kindern aus Büchern vorzulesen, wodurch das Interesse fürs Lesen schlichtweg nicht geweckt wird. Später in der Schule taucht dann zusätzlich oft das Problem auf, dass Literatur gelesen wird, die die Kinder nicht interessiert. Natürlich sollte man vielleicht einmal in seinem Leben einen Goethe oder Schiller gelesen haben, doch um das grundlegende Interesse fürs Lesen zu wecken, eignen sich solche Werke wohl eher schlecht. Dabei ist Lesen alles andere als langweilig oder gar uncool. Im Gegenteil - es erlaubt uns in eine andere Welt einzutauchen, neue Dinge zu erfahren oder schlichtweg abzuschalten vom oft stressigen Alltag. Keine Fernsehsendung der Welt kann ein interessantes, spannendes Buch ersetzen, weshalb es meiner Meinung nach wichtig ist, Kinder schon früh fürs Lesen zu begeistern, damit diese Begeisterung auch später erhalten bleibt.



