Sonntag konnte ich gar nicht schlafen vor lauter gespannter Erwartung. Inzwischen könnte ich den ganzen Tag schlafen, weil ich so müde bin. Sportrecherche macht fertig.
Ich sitze an meinem vierten Arbeitstag in der Redaktion einer Münchner Zeitschrift und habe noch immer nicht wirklich etwas zu tun. Es geht ein bisschen chaotisch zu hier, mir sagt eigentlich auch keiner, was ich machen soll. Gestern dauerte es bis vier Uhr nachmittags, bis ich einen PC bekam und die erste Geschichte vom Fresszettel auf den Bildschirm übertragen konnte. Ganz nebenbei stellte ich einen etwas zweifelhaften neuen Rekord auf. Nicht jeder schafft es schließlich, den zugegebenermaßen leicht phlegmatisch veranlagten und etwas begriffsstutzigen Techniker schon nach sechs Stunden zu beleidigen. Dabei wollte ich ihm nur erklären, dass er meinen Namen gerade falsch geschrieben hatte. Könnte ja durchaus problematisch werden, wenn es sich dabei um eine Email-Adresse handelt. Wenn ich mich nicht irre, kommen Emails eher selten an, wenn die Adresse nicht stimmt. Und ich irre mich nie, wenn ich mich nicht irre.
Letzten Freitag war ich kurz in der Redaktion, um meine Chefs und Kollegen kennen zu lernen. Der oberste Boss begrüßte mich schon mit den Worten "Jaaa, Sie müssen bei Ihren Überschriften wohl mehr Sorgfalt an den Tag legen...". Am Tag zuvor war mein erster Artikel erschienen, mit einer Überschrift, die nicht von mir war und zudem großartige drei Rechtschreibfehler beinhaltete... Aber in der Hitze des Gefechts... Jedenfalls brauchte ich einen Moment, bis ich merkte, dass sein Kommentar nur ein Scherz war. Puh.
Inzwischen habe ich tatsächlich einen funktionierenden PC und hab mir spontan selber eine Geschichte auf's Auge gedrückt, die eigentlich von einem externen Menschen verfasst werden sollte. Das Original begann allerdings mit den Worten "Es ist das mysteriöseste Ritual des Sommers." Gehen tut's dabei um Beach-Volleyball. Obwohl man es mir ob meiner "Kleine" ("Größe" passt ja hier irgendwie schlecht...) nicht wirklich ansieht, verbringe ich selber ja ab und an selber einige Stunden beim Beachen und konnte so einen Schmarrn natürlich nicht auf mir (und allen anderen Beach-Begeisterten) sitzen lassen. Im Zuge meiner Recherche stieß ich auf einen Beach-Club (großartiger Ausdruck), dessen Besitzer doch tatsächlich FUSSBODENHEIZUNG unter allen Courts mit einbauen ließ. Das gute Ding befindet sich auch noch in der Nähe von München, weshalb ich es mir in nächster Zukunft wenigstens mal von außen anschauen werde. Die Karibikhalle, in der sich die Indoor-Plätze befinden, verfügt außer der Fußbodenheizung noch über sieben Meter hohe Palmen, zwei Strandbiergärten und eine Strandbucht. Dazu liegt das "Roberto Beach" (richtig, vom "Beach-König Roberto") direkt am Aschheimer See iiiiin, natürlich, Aschheim. Was ich leider nicht herausgefunden hab: ob man für das Besichtigen der Karibikhalle Eintritt bezahlen muss. Die Preise für die Beach-Volleyballplätze sind in jedem Fall fürstlich: von 26 bis 40 Euro, pro Stunde, nehme ich an. Denn auf der Homepage vom Beach-König steht, dass jede angefangene halbe Stunde berechnet wird. Dafür kommt der Sand für die Plätze auch aus Costa Rica.
Sollte ich es in den nächsten Wochen einmal schaffen, mir Robertos Karibikinsel selbst anzuschauen, bekommt ihr natürlich einen exklusiven Erfahrungsbericht!!! Ansonsten wünsch ich allen schöne Ferien, die welche haben, und würde mich freuen, wenn auch mal jemand von der FRITZ-Community auf meinem alternativen Arbeitsplatz vorbeischaut. Und keine Panik, ich verlass euch natürlich nicht.
#anita klingler














