Der Schober - ein Ausflug auf den "Zwergenberg"
Ahorn, Buche und Tanne empfangen den Bergsteiger am Fuße des Schobers. Über 1000 Meter ist er hoch und birgt wahre Geheimnisse: Schotterwege, wurzelige Pfade und steile Hänge erscheinen wie vergessene Fallen. Durch die Wimpern eines Träumers lassen sich die Ereignisse erkennen, die sich im Jahre 233544 dort abgespielt haben. Zwerge entdeckten den Hausberg Thalgaus...
Es war das Jahr der Heimatsuche. Die Zwerge durchstreiften das Land und hielten Ausschau nach einem Unterschlupf. Das Beste musste vorhanden sein: Bäume, um von der modrigen Luft zu naschen, ein Gipfel, um der Landschaft Herr zu werden und Wasser, um das seidene Haar der Elfen zu reinigen. Der Schober schien wie geschaffen für die kleine Zwergenwelt. Fuschlsee, Mondsee, Wolfgangsee und der Irrsee spiegelten die Pracht des Berges wider.
Fleißig bauten die kleinen Wesen Wege bis zum Gipfel hinauf. Kraft und Mühe erforderte dies, denn ständig verloren sie ihr Gleichgewicht und fielen wieder auf die Erde zurück. Sie rätselten wie es Hase und Reh so weit hinauf schafften. Die Lösung lag nahe: der Weg musste in Form von Schlingen gebaut werden. Gedacht - getan! Je höher sie kletterten, desto stärker wurden sie von den Strahlen des Fuschlsees hypnotisiert. Elfen kamen herbei und halfen an allen Hängen und Böschungen mit. Beschützend stand ihnen auch die "lila-Ritterspornarmee" zur Seite.
Das harmonische Treiben hielt nicht lange an: Zwergpiraten vom Fuschlsee wurden auf die Schönheit des Berges aufmerksam. Ein Streit begann: Die Zwerge wollten geschlungene Wege, die Piraten gerade. Die Zwerge suchten Unterschlupf, die Piraten ein Gelände für überschwängliche Festlichkeiten. Die Wünsche divergierten in jeder Hinsicht. Und so kam es, dass die Zwerge einen Plan ausheckten.
Um die Zwergpiraten bereits am Fuße des Berges aufzuhalten, errichteten sie eine Burg. Sie tauften sie auf den Namen "Wartenfels", denn sie sollte zum Warten locken. Blind tappten die Eindringlinge in die Falle und verköstigten sich an Speis und Trank.
Die Zwerge konnten somit ihren Weg zu Ende bauen. Die Magie des Berges erweckte die Piraten erneut und so kam es, dass der Streit von vorne begann.
Elfen taten ihr Bestes, um die Zwerge zu unterstützen. Eifrig lauschten sie den Gesprächen der Wilden . Somit waren die Zwerge immer um einen Schritt voraus: Steine wurden rutschig poliert, um den Aufgang zu erschweren. Fallen trieben die Eindringlinge auf falsche Fährten. Heroisch wurde das Zwergengebiet mit Baumstämmen markiert.
Und wieder stellten sie fest: je höher sie nach oben gelangten, desto schöner war der Ausblick. Bei jedem Schritt begann ihr Herz schneller zu schlagen. Es war wie verhext.
Dem Gipfel nahe sahen sie mitleidig den Piraten beim erfolglosen Erklimmen ihrer Wege zu. Die gerade Bauweise ließ sie ständig hinabfallen. Mutter Natur sprach den Zwergen ins Gewissen: "Helft ihnen! Helft ihnen!" Da erkannten die Zwerge eines: die wahre Größe ist nicht mit dem Auge sichtbar. Sie begruben das Kriegsbeil und vom Glücksrausch berauscht teilten sie den Gipfel mit den Zwergpiraten. Als Symbol ihrer Freundschaft bauten sie an der Spitze des Gipfels ein Kreuz, das zwei verschiedene Pfähle in der Mitte verbindet. Es wurde gefeiert.
Elfen verkündeten die Freude im ganzen Land. Eine Welle der Liebe rauschte den Berg hinab und so kam es, dass sich Krieg in Frieden wandelte. Baum und Fels stritten nicht mehr um den besten Platz, sondern schlossen sich zusammen.. Auch den Tannen ist heute noch der Rausch der Feierlichkeiten anzusehen.
Der Streit ist vergangen, die Spuren sind dennoch nicht erloschen. Wer genau sieht, kann die Schutzschildder der Piraten, die Burg der Zwerge, die geschlungenen Wege, die "lila-Ritterspornarmee", den Baum mit dem Bierbauch und den einander umschlingenden Fels-Baum immer noch erkennen. Wer jedoch fein fühlt, der spürt die Geschichte, die sich vor vielen Jahren am Schober ereignete...













schön wars, fein wirds werden. freu mich sehr, wennst wieder da bist und wir die nächsten abenteuer erleben werden. übrigens: im juni schauts doch ganz gut aus - noch lust, zeit, nerven?