Von vielen ist er verflucht. Vor allem dann, wenn maßlos über die Stränge geschlagen wird. An das Danach wird beim kühlen Bier zuvor nicht gedacht. Hier einige Tipps, wie die Wirkungen des Alkohols abgeschwächt werden können.
Nehmen wir an, dieses Davor ist nach dem Erwachen dem Gedächtnis entschwunden. Unmöglich erscheint es, sich an die Geschehnisse des Abends zu erinnern. Am Körperzustand bemerkt man jedoch den überschwänglichen Trinkgenuss:
- Brummbären im Kopf,
- Feueraugen,
- Fäden, die den Mund zusammenkleben,
- Nägelchen in den Gelenken und
- Bleifüße.
Vom Schmerz gepeinigt trifft die orientierungslose Seele auf eine Welle an Fragen. Wer trägt die Schuld an diesem Zustand? Die Antwort liegt nahe. Es sind der Fruchtzucker und der Fuselstoff. Diese kümmern sich um die Serotonine* im Körper und kontrollieren im Gehirn das Schmerzempfinden. Sie werden unter anderem auch durch einen erhöhten Promillgehalt ausgelöst und dienen so als Warnsignal. Bei Alkoholikern färbt es den Kopf rot (in Österreich heißen diese Personen "Kleschbirnen"). Eine eindeutige Warnung, die Flucht vor einem sentimentalen Redeschwall zu ergreifen.
Zudem entzieht Alkohol dem Körper wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium und Kalium. Mineralwasser heißt der Held, der eine Einladung zum Trinkabend bekommen sollte. Wer es nicht glauben mag: Held und Missetäter sind Freunde. Der eine nimmt, der andere gibt. Eine ausgeglichene Balance. Heißer Tipp: Ein halber Liter Wein führt zu einem Verlust von bis zu einem Liter Flüssigkeit über die Nieren. Die Flüssigkeitszufuhr daher immer der Weinmenge anpassen.
Auch ein voller Magen, ein Gläschen Öl sowie Knabbergebäck wirken den oben genannten Merkmalen entgegen. Am Tag danach sollte zudem kulinarisch auf erhöhte Mineralstoff- und Vitaminaufnahme geachtet werden. Hühnersuppe, Obst, frisch gepresste Fruchtsäfte, Honig, Fisch, Käse und Wurst helfen die Energielecks wieder zu füllen. Zu erwähnen sei hier noch, dass Durst an diesem Tag besser nicht mit Alkohol gelöscht werden sollte!
Noch ein letzter Tipp: "Schnaps tut niemanden was, wenn man ihn weglässt" und "Bier auf Wein, das lass sein!"
* für die Schmerzverarbeitung im Gehirn verantwortlich




das widerspricht aber dem gängigen volksmund vom "in der früh mit dem weitermachen, womit man am abend aufgehört hat" :-)
nicht, dass es nicht meistens schwer bis unmöglich ist (außer, wenn man am tag danach nichts vor hat) ... aber hie und da hat dieser spruch schon seinen reiz.
Ich halt mich da ganz frei nach Campino: "Kein Alkohol ist doch auch keine Lösung"