... ein wunderbares Konzert in der Münchner Muffathalle.
Dienstag, 11. März 2008 - Muffathalle München - Konzert ausverkauft - der Grund?
Nachdem wir es endlich in die Halle reingeschafft haben (e-tickets sind wirklich das allerletzte - wozu ausdrucken, wenn man den müll dann erst recht wieder umtauschen muss?) ergattern wir noch 2 Plätze (mein erstes "bestuhltes" Konzert) genau in der Mitte. Noch schnell was zu trinken besorgt und dann, als das Licht ausgeht, steigt die Vorfreude, auf das, was da wohl kommen wird.
Doch statt Mr. E himself, Mark Everett, in Aktion zu sehen, startet ein Film. Es geht um die (nicht vorhandene) Beziehung von Mark zu seinem Vater. Eine gutgemachte, teilweise auch wirklich witzige Doku startet und wir erfahren, dass Marks Vater quasi ein Rockstar der Quantenphysik ist/war, wie er gelebt hat und auch ein wenig, warum Mark Everett wohl so geworden ist, wie er eben ist ... aber relativ kurz hintereinander als junger Mann den Vater, die Schwester und die Mutter zu verlieren, hätte wohl die meisten in eine eher depressive Grundstimmung gebracht.
Der Film ist wirklich gut gemacht, aber nach einer gewissen Zeit sehnt man sich schon nach dem eigentlichen Konzert. Nicht alle Konzertbesucher widmen sich dem Film, sondern laufen zwischen Sitzplatz, Bar und WC hin und her, was es auch nicht gerade besser macht. Auch die Sessel sind trotz (minimaler) Polsterung auf die Dauer nicht sonderlich angenehm. Es hätte wohl gereicht, für einen Konzertabend den Film ein wenig zu kürzen, um so vielleicht auch Lust auf mehr zu machen.
Dann aber nachdem nochmal eine Pause von 10 min war, gings endlich los. Der weiße Stoffvorhang, der als Filmleinwand gedient hatte wurde heruntergezogen und E stürmte auf die Bühne, schnappte sich die Gitarre und spielte/sang drauf los (souljacker war glaub' ich das erste), beim zweiten Lied, Bus Stop Boxer, kam dann "The Chet" mit auf die Bühne und ab diesem Zeitpunkt, zeigten die beiden, das zwei großartige Musiker völlig ausreichen, und einen vollen Saal rocken können ... auch wenn an diesem Abend der Sound eher melancholisch und ruhiger war und viele Stücke (zB Next Stop this town, Novocaine for the soul) in diesem Stil überarbeitet wurden.
Nach einer gefühlten Stunde Musik, inklusive zweier Lesungen (Auszüge aus E's Buch), war's dann aber leider schon vorbei ... Zugaben gab's noch, aber so gegen Viertal nach Elf is' es dann endültig aus gewesen.
Jedenfalls hat sich der Ausflug nach München ausgezahlt, das Konzert an sich war wirklich großartig, die Filmvorführung mal was anderes und ein Sitzkonzert eigentlich ganz angenehm (ja, ich werd' alt!).
Auf jeden Fall eine Empfehlung an alle, sich diese Band mal anzusehen!
dubhead





























