Eigentlich gründet Mann eine Band im zarten Teenager-Alter. Vermutlich ist dies allerdings nur "bei uns auf dem Land"so, nicht aber im Osten. Wie war das noch mal? Wien ist anders!
Und in Wien ist auch nicht sozialkritischer Hardcore á la You Know? oder Emo-Punk á la Jerx angesagt, sondern der Trend geht hin zu dreckigem Punk'n'Roll made in sunny Califor? äh? windy Vienna. Zumindest beweisen dies Low-Down High auf ihrer selbstbetitelten Debüt-EP.
Nicht dass es das erste Musikprojekt der End-Twens wäre: Gitarrist Bomba gelangte mit der Band King Tiger zu wienerischem Ruhm und auch die anderen tummeln sich seit jeher in der Szene zwischen dem Burgenland und der Großstadt. Früher noch bei der Hardcore-Formation H-Street (nicht H-Blockx) für den Bass zuständig, hat sich Chewie jetzt an den Gesang gewagt und grölt seine Ansichten schweinerockend in die Atmosphäre.
Mit fünf Songs, die sich mehr oder weniger nicht voneinander unterscheiden, ist die EP stattlich ausgerüstet und erlaubt einen ersten Einblick in die Rock'n'Roll-Welt der Hauptstadt. Die Devise lautet Party, Party, Party und mit den nötigen, nie ausgehenden Liquiden trauert es sich einfach besser in Anbetracht der Tatsache, dass der Traum, einmal im berühmt-berüchtigten CBGBs aufzutreten seit einem Jahr für immer zerplatzt ist, wie eine Luftgitarre beim Metal-Contest, und nach dem Ableben von Hilly Kristal auch niemals mehr in Las Vegas nachgeholt werden kann. Zumindest wird sich das Merchandising des legendären Clubs freuen, denn es gehört ja schon zum guten Ton in der Szene, mit einem derartigen T-Shirt rumzulaufen.
"Don?t Touch Me At All" wird verlangt, "City Light Scenarios" gesponnen und im Endeffekt ist Mann aber immer "Down Again", kein Wunder bei "The Price To Pay" für diesen immerwährenden "Hellride". Die Zeit wird zeigen, ob alle Mitglieder von Low-Down High in der momentanen Aufstellung ihre endgültigen Rollen gefunden haben, oder ob nicht doch Schlagzeuger Robert früher oder später in die Fußstapfen seines vermeintlichen Ebenbilds treten wird und dann die "Loo Lighters" geboren sind, oder so. Bis dahin gibt?s Low-Down High auf jeden Fall am 2. November in der Wiener Arena, tags darauf beim Österreichischen Turbojugend Open im Grazer Arcadium und am 5. Dezember im Linzer Posthof zu begutachten. Die österreichische Musikszene lebe hoch!
#stephanie bürgler
INTERNET
www.myspace.com/lowdownhighrocks
Hier könnt ihr selbst in die EP reinhören!







