Wilder FRITZ: dieses Mal begaben wir uns in den Hellbrunner Zoo und begleiteten die Tierärztin Dr. Langguth zu Geparden, Lemuren und Co.
Den ein oder anderen kranken Stubentiger hat bestimmt schon jeder und jede von uns erlebt, aber was tun wenn dessen große Verwandte im Salzburger Zoo krank sind oder einfach nur eine Impfung brauchen? Dann ist Frau Dr. Langguth zur Stelle.
Natürlich kann sie nicht einfach zur Sprechstunde bitten und Tiger, Zebra und Känguru kommen zu ihr in die Praxis. Zwar hat sie ihre eigene Praxis im Zoo, doch ein Großteil ihrer Behandlungen muss sie direkt in den Gehegen machen. Das bedeutet erst mal gut zu Fuß sein und sie stürmt entschlossen Schrittes voran und ich hinterdrein.
Um dort die Tiere optimal zu versorgen und betreuen zu können, ist eine gute Kommunikation zwischen Tierpfleger und Tierärztin ausschlaggebend. Tierpfleger sehen und arbeiten jeden Tag mit den Tieren, wissen über ihre Gewohnheiten Bescheid und merken sofort, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Dennoch macht sie jeden Morgen einen Rundgang um sich selbst vom Wohl ihrer Schützlinge zu überzeugen.
Frau Langguth wusste schon als kleines Mädchen dass sie Tierärztin werden möchte und ließ sich durch nichts und niemanden davon abbringen. Und diese Leidenschaft für ihren Beruf merkt man ihr besonders im Umgang mit den Tieren an, denen sie trotz Stress und Zeitnot ihre ungeteilte Aufmerksamkeit widmet.
Ständig steht sie auch in Kontakt mit anderen Zoos, diese Zusammenarbeit zwischen ist nicht nur aus Zuchtgründen unerlässlich, sondern auch deshalb, weil sich bestimmte Zoos auf bestimmte Tierarten spezialisiert haben und immer wieder ein Austausch von Fachwissen nötig ist, um die Tiere möglicht effizient behandeln zu können.
Wer jetzt allerdings glaubt nur Geparden, Lemuren und Affen gehörten zu den Patienten von Frau Dr. Langguth, der irrt. Ein Zoo soll bedrohte Arten schützen, so zum Beispiel bedrohte europäische Haustierrassen. Hier hieß es dann auch für mich zugreifen, mussten doch Lämmern eingefangen werden um sie gegen Bindehautentzündung zu behandeln.
Die Arbeitszeiten sind zwar wieder exotisch, allerdings nicht nur im positiven Sinne, denn Tiere werden auch an Wochenenden oder mitten in der Nacht krank und müssen behandelt werden. Ein geregelter 8stunden-Arbeitstag ist also oft reines Wunschdenken.
Die Arbeit eines Zootierarztes endet nicht mit dem Verlassen des Tiergeheges, sondern erfordert auch einiges an Verwaltung und Dokumentation. So wird jedes Tier mittels eines speziellen Computerprogramms erfasst, sein Stammbaum, sein Wohnort und welche Behandlungen dieses Tier schon gebraucht hat.
#kathrin feichtner
INTERNET
www.zoohellbrunn.at
Offizielle Homepage des Salzburger Zoos.










ein paar fotos mehr wären ganz nett gewesen.