Flügel anschnallen hieß es dieses mal für FRITZ, denn dieser Job-Blog ist nicht nur etwas besonderes, sondern definitiv einzigartig und sogar Weihnachten wurde dafür ein kleines bisserl geopfert.
Diese Story steht unter einem ganz besonderen Zeichen, pardon Stern. Einem Stern, der vor etwa 2000 Jahren eine neue Berufsära einläutete: die des Christkindls. Zwar hat sich dieser Beruf, der wohl etwas mit Berufung zu tun hat, erst in den letzten Jahrhunderten entwickelt, aber das sollte uns nicht stören.
Eigentlich wollte das Christkindl ja gar nicht Christkindl werden, aber es wurde nicht gefragt. Stattdessen wurden mit jeder Generation neue Mythen und Traditionen mit ihm (oder doch ihr?) verbunden und an Kündigung war sowieso nie zu denken ? wo kämen wir denn da hin?
Auf die brennende Frage, ob das Christkindl nun Männlein oder Weiblein sei, lässt sich auch heuer keine Antwort finden. Es sei halt einfach das Christkindl, heißt es. Aus, basta. Nicht nur diese Frage ist für den Weihnachtsboten auf Dauer ganz schön nervig, sondern auch die Tatsache, dass dieses Ewig-jung-sein-müssen wirklich anstrengend ist. Und ein Christkindl kann sich ja nicht einfach so liften lassen, wie das manch andere Schönheit tut.
Aber eigentlich ist es ja eh unwichtig, ob die Haut des Christkindls immer schön zart ist, schließlich ist es doch von entscheidender Wichtigkeit, dass es seine Arbeit ohne Zeugen erledigt. Denn wirklich gesehen hat das Christkindl noch niemand und damit das auch so bleibt, darf es keine Fotos geben.
Das Christkindl arbeitet nicht nur an Weihnachten sondern auch in den Wochen vorher. Denn zuerst müssen die Wunschzettel eingesammelt werden und dann die Geschenke besorgt und verpackt werden. Zugegebenermaßen ist dafür dann aber in den Monaten Jänner bis November eher weniger los und das Christkindl kann sich vom anstrengenden Dezember ausruhen.
Verändert hat sich in den letzten Jahren vor allem das Einsatzgebiet des Christkindls. Teilweise haben sich andere weihnachtliche Gesellen breit gemacht. Andererseits wächst aber auch die Kundschaft: Durch die Globalisierung glauben zunehmend auch Kinder an neuen Orten in neuen Gegenden an das Christkindl.
Schwierigkeiten bereitet dem Christkindl auch der zunehmende Flugverkehr. Besonders seit immer mehr gestresste Menschen dem Weihnachtstrubel entfliehen wollen und tausende Kilometer weit weg fliegen. Dieses Problem würde sich mit einer ausgeklügelten Routenplanung sicherlich in den Griff bekommen lassen.
Der schönste Moment im Arbeitsalltag ist jedoch zweifelsfrei, wenn die Packerln die Augen zum Leuchten bringen und Herzen schneller schlagen lassen. Dazu benötigt das Christkindl oft gar keine teuren, aber hin und wieder ausgefallene Geschenke.
Und mit diesem letzten Statement war mein Objekt der journalistischen Begierde auch schon verschwunden und ich bin mir nicht ganz sicher ob das wirklich alles so passiert ist, wie es hier steht.
Auf alle Fälle wünsche ich Euch allen im Namen der FRITZ-Redaktion schöne Weihnachten.
#Kathrin Feichtner













