FRITZ ging in die Luft, natürlich nur für euch und um den Arbeitsalltag/nacht eines Feuerwerkers kennenzulernen.
Einen Pyrotechniker-Blog, das wird eine gemütliche Nachtschicht, ich steh ein bisserl in der Gegend rum, mach ein paar Photos plaudere mit dem Feuerwerker und dann schau ich mir das Ergebnis an, so mag ich meinen Arbeitsalltag. Der Neid meiner Kollegen und Freunde wird mir sicher sein, die wollten auch schon immer mal ganz hautnah bei so einem Spektakel dabei sein. Das dachte ich zumindest.
Womit ich nicht gerechnet hatte, dass die Aufbauarbeiten bereits am helllichten Tag von statten gehen, dies oft sogar schon eine Woche vorher und eigentlich ziemlich unspektakulär. Denn außer Holzlatten, ein paar Metallkonstruktionen und einigen Pappschachteln gibt?s da nicht viel zu sehen, oder doch?
Harmlose Pappschachteln, Röllchen und Kegelchen, auf den ersten Blick, doch sobald die dazugehörigen Zündschnüre, das Signal vom Zünder bekommen, zeigen diese unscheinbaren Gesellen ihr wahres ich, denn sie sind und bleiben Sprengkörper und die sind alles andere als ungefährlich. Aber bitte ganz leise, denn dieses Feurwerk findet nach 22:00 Uhr in der Stadt Salzburg statt und da müssen derlei Himmelsverzierungen leise sein.
Richtig, es gibt auch leise Feuerwerke, wobei leise natürlich auch hier in den angemessenen Relationen zu betrachten ist. Feuerwerkskörper ist nämlich nicht gleich Feuerwerkskörper, sie unterschieden sich in ihrer Zusammensetzung, die nicht nur die Lautstärke beeinflusst, sondern auch wie hoch sie steigen.
Eine gefährliche Zusammensetzung sind unerfahrene Hobby-Feuerwerker, die sich in einem Wochenendkurs zum geprüften Feuerwerker ausbilden lassen und dann frisch fröhlich mit allerlei explosiven Mischungen herumexperimentieren dürfen. Dies hält Herr Czech für sehr bedenklich, denn um gute und sichere Feuerwerke machen zu können braucht man Erfahrung und Wissen um die explosiven Geschosse. Auch er bildet in seiner Firma Feuerwerker aus, die mindesten 18 sein müssen, und nach circa zwei Jahren Ausbildung legen diese ihre Prüfung ab.
Für ihn ist Feuerwerker der absolute Traumberuf, eine Faszination, die seit 16 Berufsjahren Beruf immer noch ungebrochen ist. Diese Begeisterung merkt man beim Perfektionismus, den Herr Cezch an den Tag legt und der sicherstellt, dass nichts passiert.
Sicherheit ist hier das oberste Gebot, so werden Sicherheitsabstände peinlich genau eingehalten und bei jedem Feuerwerk sind die Behörden informiert. Oft werden die Feuerwerker durch Feuerwehr und Polizei unterstützt um einen sicheren Genuss des Spekakels garantieren zu können. Auch hierbei wird wieder deutlich, wie gefährlich Hobby-Feuerwerke sein können. Gilt doch im professionellen Bereich die Gleichung Steighöhe des Geschosses entspricht dem Sicherheitsabstand, jedoch beträgt dieser im privaten Bereich oft nur wenige Meter, wenn überhaupt.
Die FRITZ-Redaktion wünscht ihren Lesern einen guten (und sicheren) Rutsch ins neue Jahr und freut sich darauf euch auch in 2007 mit Geschichten rund um Musik, Spiele und Entertainment versorgen zu können.
#kathrin feichtner.
INTERNET
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