Am Ende des Tages steht nur Frustration.
363,36 Euro Studiengebühren (ohne ÖH-Beitrag oder Versicherung) sind pro Semester zu entrichten. Als Student bin ich zahlender Kunde und sollte dementsprechend auch eine Gegenleistung für mein Geld erhalten. Das geflügelte Wort "Der Kunde ist König" scheint aber noch nicht bis zur Universität Wien vorgedrungen zu sein, denn zu Beginn jedes Semesters muss man darum bangen, ob man nun in dieses Proseminar oder jene Übung kommt. Anmeldung zu drei Proseminaren, in zwei aufgenommen. Glück gehabt. Anmeldung zu sieben Übungen, in zwei aufgenommen. Pech gehabt. Als Opfer eines irrationalen Systems will ich zwar studieren, kann aber nicht. Dass dies zu Ärger und Frustration meinerseits führt, versteht sich von selbst. Erkundigt man sich, wieso es zu wenig Plätze bzw. zu viele Studierende gibt und ob man nicht bitte eventuell vielleicht noch einen Platz in diesem Proseminar oder jener Übung bekommen könnte, trifft man Ratlosigkeit und Unwissenheit an. Keiner ist verantwortlich; keiner kann etwas dafür. Niemand kennt sich aus. Desillusioniert geht man zu Bett und träumt von einer besseren Welt / einer anderen Universität, in / an der es kein Bangen um Lehrveranstaltungsplätze gibt.



