Nicht nur zur Zeit der Wahl, sondern im Allgemeinen gibt es in europäischen Medien eine starke Berichterstattung über die USA. Ist diese Präsidentschaftswahl also nichts Außergewöhnliches? Auf jeden Fall!
In keiner anderen Demokratie vereinigt eine Position so viel Macht wie in der USA. Aufgrund der außenpolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Umstände hat diese Wahl weltweite Bedeutung und erfährt deswegen diese hohe mediale Aufmerksamkeit. Besonders diese Wahl ist höchst interessant, weil sie in gewisser Weise untypisch für die USA ist. Sowohl auf republikanischer als auch demokratischer Seite ist die Nominierung völlig offen. Die Bewerber selbst entsprechen zum Großteil nicht dem klassischen Politikerbild (dunkelhäutig, weiblich, Mormone, liberale Republikaner, etc.). Die Ankündigung einer innen- wie außenpolitischen Kursänderung lässt das Interesse zusätzlich wachsen. Dies weckt jedoch Hoffnungen, die enttäuscht werden. Aus europäischer Sichtweise hoffen wir, dass mit einem neuen Präsident alles besser wird. Ein US-Präsident vertritt allerdings immer us-amerikanische Interessen. Diese decken sich oftmals nicht mit den europäischen.
Der so oft erwähnte "change" wird sicherlich eintreten, jedoch nicht in der Art und Intensität, wie wir Europäer uns das wünschen!
# joachim kurz



