Die Masern sind zwar keinesfalls eine Krankheit, die auf die leichte Schulter zu nehmen ist, und die strikte Ablehnung gegen Impfungen kann ich nicht nachempfinden.
Die Art, wie das ganze in den Medien präsentiert wird, fast als die lang ersehnte Katastrophe, auf die wir in Salzburg schon so lange gehofft haben, ist aber unmöglich.
Was mich an diesem ganzen Spektakel stört, ist aber nicht nur diese Medienpräsenz und Panikmache, sondern auch die Anprangerung der Waldorfschule.
Es sei eine Zumutung, andere Menschen auf diese Weise zu gefährden, die Waldorfschule sei ein Gesundheitsrisiko.
Und wenn es auch viele nicht aussprechen, so schwingt doch immer dieser Unterton mit: ?Ja, die aus der Waldorfschule??. Es stimmt, dass sich dort einige gegen Impfungen aussprechen, aber keineswegs alle. Und außerdem: Für wen sind denn diejenigen dann eine ?Gefährdung?? Wohl für alle, die sich selbst ebenfalls nicht impfen ließen und sich jetzt bedroht sehen. Die Folge sind nun Massenimpfungen, hier wäre zu hinterfragen, wer aller Nutzen aus der momentanen Situation zieht?
Ich selbst bin gegen die Masern geimpft und ich finde Impfungen eine gute Sache, die Freiheit der Entscheidung liegt aber bei jedem selbst.
Anna Scharinger, 16, Salzburg



