Das britisch chinesische New York
Voller Eindruecke aus Tibet erreichten wir unsere Gastfamilie in Hong Kong, welche fuer uns bereits eine Zeittabelle fuer die kommende Woche angefertigt hat. Wir waren wieder besonders erstaunt ueber die Gastfreundschaft in Hong Kong. Zu unseren Aktivitaeten zaehlten: das Disneyland, der Besuch eines Konzerts im Opernhaus, Tai Chi am hoechsten Punkt von Hong Kong, chinesische Kochkurse, der Besuch zahlreicher wissenschaftlicher und kuenstlerischen Museen, um nur einige zu nennen. Jeden Abend um acht Uhr abends kann man eine Lasershow und die Lichter der Skyline von Hong Kong zu einer Musik tanzend beobachten.
Auch die umliegenden Inseln mit ihren kleinen Fischerdoerfern, Statuen und Nationalpark sind einen Besuch wert. Der britisch koloniale Einfluss ist in Hong Kong ueberall zu bemerken, sonst erinnert die Skyline eher an New York City, die Preise jedoch sind an China orientiert, also guenstig. Es ist kein Problem in der Nacht auf die Strassen zu gehen, Hong Kong ist sehr sicher. Generell war es die modernste, sauberste und freundlichste Stadt, die wir auf unserer Reise bisher besucht haben.
Noch ein Tipp: Das Tourismus Buero bietet immer gratis alle moeglichen Kurse an (Tai Chi, Kong Fu, Feng shui, Cooking, ...). Man sollte sich auf der Homepage informieren und rechtzeitig anmelden... wir hatten bei den Kursen sehr viel Spass.
Interview mit Leah
In Hong Kong, China.
Name: Leah Cheung, Alter: 20,
Studentin
Mathias: Hallo Leah, wie du weisst schreiben wir fuer ein oesterreichisches Jugend Online Magazin und haetten ein paar Fragen an dich ueber Ausbildung, Jugendliche und deren Chancen. Kannst du uns gleich was ueber das Schulsystem in Hong Kong erzaehlen?
Leah: Ja gerne, wir haben in Hong Kong ein grossartiges Schulssystem, angefangen von sechs Jahren Primary School gefolgt von sieben Jahren Secondary School, also fuenf Jahre Junior High plus zwei Jahre Senior High bis zur Matura.
M.: Wie wuerdest du die Matura in Hong Kong bewerten?
L.: Man benoetigt sie um auf die Universitaet zu gehen. Generell ist sie weit hoeher einzuschaetzen als die chinesische Matura und sogar besser als die britische Matura, da sie schwieriger zu machen ist.
M.: Welche Sprachen sprichst du?
L.: Kantonesisch, meine Muttersprache, Mandarin, Englisch, Japanisch und ich lerne gerade Deutsch und Italienisch.
M.: Muss man eine Art Schulgeld bezahlen oder gibt es staatliche Schulen?
L.: In den ersten neun Jahren muss man kein Schulgeld bezahlen, dannach ist es auch nicht viel.
M.: Wenn du im Schulsystem etwas aendern koenntest, was waere es?
L.: Ich wuerde die Schule laenger als geplant gratis zugaenglich machen. Da viele Wirtschaft und Management studieren wuerde ich mehr fuer Wissenschaft und Kunst werben.
M.: Was studierst du gerade?
L.: Anthropologie und Musik.
M.: Was moechtest du in der Zukunft beruflich machen?
L.: Mein Traum ist es in Europa Museeumsdirektorin zu werden.
M.: Was machen Jugendliche in Hong Kong in ihrer Freizeit?
L.: Da ich selbst schon in Europa war moechte ich fuer Hong Kong erwaehnen, dass es absolut unueblich ist Freunde mit nach Hause zu nehmen. Man trifft sich ausserhalb der Schule nur um Sport zu betreiben oder zu musizieren.
M.: Wo warst du schon ausserhalb Chinas?
L.: Ich war schon in Oesterreich, Deutschland, Italien, Vatikan Stadt, Belgien, Luxenburg, Mongolei und in Taiwan.
M.: Was ist dein Eindruck von Europa?
L.: Ich finde es gibt einen sehr hohen Lebensstandart und ueberall gibt es "zivilisierte" Menschen, daher sind Regeln nicht so wichtig.
M.: Interessierst du dich fuer Politik in Hong Kong und in China?
L.: Eher nicht. Mich interessiert was fuer Hong Kong beschlossen wird und internationale Politik. Was innerhalb Chinas passiert nicht, ausserdem ist dort Korruption ein grosses Problem.
M.: Was habt ihr in Hong Kong fuer eine Regierungsform?
L.: Demokratie mit Einfluss des chinesichen Wegs des neuen Kapitalismus.
M.: Wie sieht es mit den Menschenrechten aus?
L.: In Hong Kong ist es im Gegensatz zu China OK.
M.: Wenn du einen Tag Politiker waerst, was wuerdest du tun?
L.: Ich wuerde nie einen Beruf waehlen, der mit Politik zu tun hat, aber wenn ich muesste wuerde ich viele neue Museen eroeffnen.
M.: Abschliessend: Was findest du das Beste an Hong Kong?
L.: Der Mix aus chinesischer und westlicher Kultur.
M.: Danke Leah fuer das Gespraech und das du dir Zeit genommen hast.











