Der wirtschaftliche Vorteil der Europameisterschaft ist unbestritten - der Imagegewinn kann für eines der der zehn größten Tourismusländer der Welt auch nichts Schlechtes sein - aber wie schaut es gesellschaftlich aus? Verbindet der Fußball denn wirklich?
Eines ist klar: Wer bei der Euro für sein Land mitfiebert, der wird mehr oder weniger patriotisch sein. Da wir Österreich ja Niederlagen im Fußball schon kennen, haben wir die gute Angewohnheit, eher noch im Selbstmitleid zu versinken (darin sind einige Österreicher sogar weltmeisterlich), als das der Österreicher zur Gewalt greift. Bei anderen Fankulturen sieht es da ganz anders aus, wo doch bei den Polen sogar schon die Medien in das Geschehen eingreifen und ein Fußballfest in eine Völkerschlacht zu verwandeln drohen.
So erkennt man, dass der Fußball zwar die Fans der einzelnen Länder verbindet, aber nicht Fans generell. Also kann man im Namen eines offenen und gemeinschaftlichen Europas nur hoffen, dass das übertriebene nationale Denken und die Phobie vor den anderen Fußball-Fans der Eu(ro)phorie weicht und dass es nicht ein Prozess der Konfrontation wird, sondern einer des Kennenlernens!
Michael Deisl, 16, Hallein




total guter artikel, find ich - gefällt mir!
glg lisa
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