Seit einem Jahr gibt es die Koalitionsregierung von SPÖ und ÖVP und schon früh war klar, was die immerwährende Konstante in dieser ewig schwierigen rot-schwarzen Zwangsehe werden würde: Man stritt vor der Regierungsbildung, man stritt bei der Regierungsbildung und man streitet seitdem man in der Regierung ist.
Seit einem Jahr gibt es die Koalitionsregierung von SPÖ und ÖVP und schon früh war klar, was die immerwährende Konstante in dieser ewig schwierigen rot-schwarzen Zwangsehe werden würde: Man stritt vor der Regierungsbildung, man stritt bei der Regierungsbildung und man streitet seitdem man in der Regierung ist. Die ÖVP mimt dabei meist die zickige Braut, die mit nichts zufrieden ist was sich der Pantoffelheld von einem Ehemann schon wieder vorgenommen und nicht eingehalten hat. Die SPÖ, als duckmäuserischer Gatte, kann da nur heimlich über die zu hohe Mitgift grummeln. Ist man in einer Ehe an diesem Punkt angelangt, wird oft laut über Scheidung nachgedacht, doch nicht in dieser Bundesregierung. Neuwahlen würden wohl beiden Parteien mehr schaden als nützen, darüber ist man sich, bei aller Uneinigkeit, wohl einig und so wird weiter nur gestritten und nicht gehandelt. Dabei gäbe es doch so viel zu tun: Die Gesamtschule, eine wirkliche Lösung für die Pflegeproblematik, die Revision dieses unmenschlichen Asylgesetzes, aber dafür scheint zwischen Sandkastenfantasien und High Society Events wohl kein Platz mehr zu sein.
Was viele schon lange erkannt haben, wollen die beiden Partner immer noch nicht einsehen: Diese Ehe ist gescheitert, wegen unüberbrückbarer Differenzen.
#thomas macher



