Um es gleich vorwegzunehmen: Als mir in den letzten Wochen zum ersten Mal die Forderungen nach Tempolimits auf Skipisten zu Ohren kamen, glaubte ich zunächst an einen nett gemeinten Scherz.
Wie bitteschön soll das funktionieren? Werden wir dann am Rand der Skipisten in der ach-so-unberührten Winterlandschaft plötzlich elektronische Tempomesser vorfinden? (-Wie sonst könnte die Geschwindigkeit kontrolliert werden?) Hätten Raser und Pistenrowdies dann mit saftigen Geldstrafen oder Ähnlichem zu rechnen?
Würde sich überhaupt jemand an ein solches Tempolimit halten?
Was aufs Erste alles ziemlich lächerlich klingt, hat trotzdem einen garnicht unvernünftigen Hintergrund, denn von schweren Skiunfällen liest man leider immer wieder. Meistens haben sich viel zu schnelle Wintersportler dafür zu verantworten. Besonders in den letzten Jahren scheint sich mit den neuesten Carving-Skiern nichts mehr um den schönsten und schmalsten Fahrstil, sondern vielmehr um den Geschwindigkeitsrausch zu drehen.
Wäre die Idee mit dem Tempolimit nun vielleicht doch nicht so weit hergeholt? In der Schweiz funktioniert dieses Konzept bereits; im Fall unserer heimischen Skigebiete stimmte man (bis jetzt) dagegen. Tatsache ist aber, dass sich wieder etwas ändern muss, um die Sicherheit aller Pistenbenützer zu gewährleisten; Sport soll ja nicht tatsächlich Mord sein. Deshalb würde ich eine allgemeine Skihelm-Pflicht -insbesondere für Kinder- als eine sinnvolle und umsetzbare Lösung erachten.
Isabella Riedel; 16; Oberalm



